P A I N

L o o k i n g   w e a k   d o e s n ' t   m e a n   y o u ' r e   n o t   r e a d y   t o   f i g h t  

-   i t   s h o w s   t h a t   y o u   c a n   b e   p a r t i c u l a r l y   s t r o n g   -

  i f   y o u   w a n t   i t

Fotostrecke "PAIN"   /19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" /19.01.2018

Die Aufnahmen dieser Fotostrecke zeigen den Verlauf einer Allergischen Reaktion meines Friesens.

Zum Zeitpunkt der Aufnahmen ist der Heilprozess bereits in vollem Gange. Aufnahmen der akuten Symptomatik habe ich aus persönlichen Gründen nicht fertigen wollen. 

Die kahlen Stellen, die zu einem großen Teil am Kopf zu sehen sind, waren noch vor einigen Tagen wund und offen. Es ist absolut schlechtes Gefühl, seinem Pferd dabei zuzusehen, wie es sich immer und immer wieder juckt und sich die Haut aufscheuert, bis es blutet. Und man selbst steht mit gebundenen Händen daneben und kann nichts tun. Aber ich möchte von Beginn an erzählen...

Ü b e r   d i e   F o t o s t r e c k e

Diese Fotostrecke ist für mich etwas ganz besonderes. Sie erzählt nämlich nicht irgendeine Geschichte, sondern beschreibt mein jetzt.

Sie zeigt das, was Friso und ich über den Jahreswechsel erlebt haben. Es waren anstrengende Tage, Nächste voller Sorge,

aber auch voller Hoffnung.

Job, Familie und ein krankes Pferd, das mit viel Liebe, Geduld und vor allem Zeit versorgt werden möchte. Und das zu einer Zeit im Jahr, die man mit Ruhe, Besinnlichkeit und Entspannung verbindet.

 

Mein Pferd "Friso" ist jetzt seit etwa eineinhalb Jahren in meinem Besitz. Zuvor war ich lange Zeit seine Reitbeteiligung und habe ihn bereits ein paar Jahre lang gepflegt und versorgt. 

 

Diese besonderen Foto-Aufnahmen, zeigen die Folgen einer Allergischen Reaktion meines Pferdes. Schreiben lässt sich dazu eine ganze Menge, doch ich bin überzeugt davon, dass diese Aufnahmen eine ganze Menge aussagen. Ich versuche mich hier auf das Wesentliche zu beschränken, falls Fragen oder interessante Themenaspekte nicht weit genug aufgegriffen sind, kann ich dies gerne in einer E-Mail beantworten. 

info@angelinapeekel-photography.com 

 

 


Foto:Privat
Foto:Privat

Zwei Tage vor Weihnachten entdeckte ich beim Putzen, dass mein Pferd die gesamte Schweifrübe unterhalb offen und Wund hatte. Ebenso die Po backen, die Stellenweise auch etwas geschwollen waren. Verwundert habe ich überlegt, wie er das geschafft hat, da er aber nirgendwo anders am Körper etwas hatte, habe ich mich dazu entschlossen es mir ein paar Tage anzuschauen und habe es bis dahin mit Wundsalbe und Babypuder behandelt. Es gestaltete sich schwierig, da die Wunde sehr nass war, und somit die Salbe kaum auftragbar. Nach Weihnachten war es trotz Behandlung mit Wundsalbe nicht besser geworden. 

Unmittelbar nach den Weihnachtsfeiertagen haben wir dann Besuch vom Tierarzt bekommen. 

Fotostrecke "PAIN" /19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" /19.01.2018

Über die Weihnachtsfeiertage habe ich einige große Pusteln bei "Friso" entdeckt. Wenn man über das Fell streicht, fühlt man einen Huckel, darunter liegt eine dicke Kruste. Knibbelt man diese vorsichtig ab, findet man darunter eine Wunde Stelle. Davon hatte mein Pferd etwa fünf, am ganzen Körper verteilt. Diese Pusteln veränderten sich nicht, sie bleiben- aber es wurden auch nicht mehr. 

Der Tierarzt schloss einen Pilz bereits beim ersten Besuch aus. Aber was genau das ist, konnte man nicht sagen- es gibt viele Möglichkeiten von Parasiten bis zur Allergie. Er gab mir eine Salbe mit der ich die betroffenen Stellen einschmieren sollte. Weiterhin haben wir uns dazu entschieden, ein Hautgeschabsel ins Labor zu schicken. Das Problem: Die Feiertage. Vor dem 02.01.18 würde kein Labor die Hautprobe untersuchen. So lange mussten wir uns dann wohl noch gedulden. 

Trotz der Salbe wurden die offenen Stellen an dem Po nicht weniger... 

Foto: Privat
Foto: Privat

Am Tag vor Silvester hat sich Frisos Zustand dann nochmal deutlich verschlechtert. Neben den wenigen, großen Pusteln, sind nun viele kleine hinzu gekommen. Unterm Bauch bildete sich eine Art Ödem, aus dem eine Flüssigkeit kam, die etwa harzig aussah. Die Lippe und ein Teil des Mundraums waren etwas geschwollen, ebenso wie die Lymphknoten. 

Das war für mich ausschlaggebend, um in die Klinik zu fahren. Die Pferdeklinik in Duisburg-Baerl war von uns aus die nächste Klinik. Also fuhren wir noch an diesem Abend in die Klinik, meine Sorge war einfach zu groß, dass Friso über Nacht noch weiter anschwillt. 

P f e r d e k l i n i k   D u i s b u r g   ( 30. 12. 17 - 01. 01. 18 )

Als wir in der Klinik ankamen, war die Ärztin, die ihn behandeln sollte nicht vor Ort. Betreut wurden wir von einer Tiermedizinischen Fachangestellten, die uns superlieb empfing. Zunächst kam Friso in eine normale Box, in der er u.a. Cortison gespritzt bekam. Rücksprache mit der Ärztin wurde telefonisch gehalten. 

Als Friso dann begann nachzuschwitzen, wurde er kurzerhand dann doch in die intensiv-Überwachung verlegt. Dort bekam er dann eine Infusion, mit der es ihm schon nach wenigen Minuten deutlich besser ging. 

Auch das Cortison schlug relativ schnell an, die vielen kleinen Pusteln gingen wieder zurück... 

Somit verabschiedete ich mich und erkundigte mich noch, wann denn am nächsten Tag die behandelnde Ärztin anzutreffen sei. Die Auskunft war, dass sich das Klinikpersonal stets bemühe, dass die Ärzte während der offiziellen Besuchszeit anwesend sind. 

Zu dieser Zeit war ich dann direkt am nächsten Tag da. in den fast drei Stunden, in denen ich vor Ort war, habe ich leider keine Ärztin angetroffen. Auf Nachfrage erklärte man mir, dass in der Nacht noch eine schwere Kolik rein gekommen sei, und die Ärztin deshalb erst später beginnt. 

Also fuhr ich nach einem Spaziergang mit Friso, dessen kleinen Pusteln und Schwellungen bereits zurück gegangen waren, wieder nach Hause, mit der Bitte, das ich einmal angerufen würde, wenn sich die behandelnde Ärztin Friso angeschaut hat. Etwa gegen 17:00Uhr verlor ich dann die Geduld und habe selber angerufen.

 

Die Dame vom Empfang konnte mir die Auskunft geben, dass die Wunden bereits versorgt seinen (Die Wunden, die durch die wenigen großen Pusteln entstanden waren). Außerdem erwähnte sie, dass man am nächsten Tag einen Ultraschall von einer Pustel machen wollte. Auf meine Frage, was man sich davon zu sehen erhofft wusste sie leider keine Antwort und fragte nochmal bei der Ärztin nach. Diese konnte mir am Telefon dann aber auch keine (für mich schlüssige) Begründung geben. Somit habe ich diese Untersuchung dann untersagt. 

Auf die Frage, was Friso genau haben könnte, antwortete mir, dass sie denkt, dass es ein Schweiß-Ekzem sei (Google: "Regenekzem"). 

Auf die Frage was wir jetzt machen hieß es ausdecken, damit Luft an die Haut kann ( Friso steht normal mit 250g, ist aber geschoren). Ich bemerkte, dass er dafür nicht genug Fell hat, ohne Decke zu stehen. Die Lösung der Ärztin: Aufstallen. Den Begriff kannte ich zuvor noch nicht, meint aber kurz: Boxenhaltung. 

 

Friso steht normalerweise tagsüber auf einer großen Weide und Nachts in seiner Box. Mir würde es niemals einfallen, ein fast 23 Jahre alten Pferd nur in einer Box zu halten. Durch die Arthrose könnte er ohnehin nach wenigen Tagen kaum noch laufen und das Ödem würde sich auch nicht zurück bilden. Zusätzlich hätten wir dann noch mit Wasser in meinen und Gelenken zu kämpfen. Da die Ärztin aber völlig überzeugt von ihrer Idee war, erwiderte ich zu diesem Thema nichts. 

Wir sprachen noch kurz darüber, dass man auf jeden Fall noch eine Hautprobe entnommen wollte, und die Blutwerte völlig normal waren. Fieber hatte Friso von Anfang an nicht, trotz Entzündungen im Körper. 

Dann erkundigte ich mich, ob Friso noch immer in der Intensiv-Überwachung stehen würde. Die Antwort daraufhin war "ja". Warum schien auch keiner zu wissen, lediglich, dass sie noch eine Infusion geben wollten, fiel der Dame noch ein. Ich sagte dann, dass er natürlich noch eine Infusion bekommen kann, ich es aber nicht für nötig halte, ihn noch eine Nacht intensiv zu überwachen, da die Schwellungen ja bereits am Vormittag vollständig zurück gegangen waren, ebenso wie die kleinen Pusteln- in dem Zustand war Friso ja nun schon einige Tage, da wird eine normale Box reichen. 

Schlucken am anderen Ende der Leitung. 

Ich hatte das Gefühl, dass man mich schlichtweg verarschen wollte- Was mich an der Situation störte war, dass ich die Idee der Ultraschalluntersuchung nur erfahren habe, weil ich selbst in der Klinik angerufen habe. Und das in meinen Augen eine völlig unnötige Untersuchung gewesen wäre, da wir ja ohnehin eine Hautprobe weg schicken wollten. Auch die zweite Nacht der Intensivüberwachung wäre völlig überflüssig gewesen. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man alles was Notwendig ist machen sollte- da schaue ich dann auch nicht auf's Geld- aber aus der Tasche ziehen lassen muss ich es mir auch nicht. So bekam der Klinikaufenthalt meines Pferdes einen faden Beigeschmack für mich. Ich erkundigte mich dann noch, wann ich denn dann am nächsten Tag die Möglichkeit hätte mit der Ärztin persönlich zu sprechen. Wieder hieß es: " Zu der Besuchszeit, wie immer". 

 

Ödembildung am Schlauch/ Bauch - Fotostrecke "PAIN" /19.01.2018
Ödembildung am Schlauch/ Bauch - Fotostrecke "PAIN" /19.01.2018

Am nächsten Morgen war ich dann wieder zur Besuchszeit in der Klinik. Frisos Zustand hatte sich nicht mehr verändert, außer dass sie die Wunden frei geschoren und eingesalbt hatten. In der Anmeldung fragte ich nach der Ärztin, die zufällig um die Ecke stand. Auf die Frage, wie es Friso geht, kam die ausführliche Antwort: " So wie gestern." - Nach erneuter Nachfrage kam ich dann das erste Mal persönlich mit der Ärztin ins Gespräch. Sie erklärte mir noch einmal, dass sie sich ziemlich sicher ist, dass es sich um ein Schweißekzem handle, dass ich mein Pferd auf jeden Fall aufstallen sollte und ihn regelmäßig waschen soll. 

Auf meine Frage nach der weiteren Behandlung hieß es nur noch, dass die Hautprobe entnommen werden soll. Daraufhin fragte ich, wann das frühestens möglich sei: Heute Abend (01.01.18) dann könne es direkt am nächsten Morgen ins Labor geschickt werden. 

Ich schlug dann vor, dass ich Friso ja dann am Abend wieder mit nehmen könne, Wundbehandlung kann ich ja selbst bei mir am Stall machen. Wir einigten uns darauf, dass ich am Nachmittag nochmal anrufen würde, ob ich ihn abends oder am nächsten Morgen abholen würde.

Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018

Wundbehandlung- offene Pusteln unterm Mähnenkamm. Die Stellen sind frei geschoren worden, damit sie besser abheilen können.

Am Nachmittag rief ich dann wie abgemacht in der Anmeldung an, und teilte mit, dass ich Friso gerne an diesem Abend abholen wolle. Zur Sicherheit fragte ich nochmal nach, ob ich dann irgendwas beachten muss, oder ob die Stelle, von der das Hautgeschabsel genommen wird, danach nochmal kontrolliert werden muss (Ich war unwissend darüber). Die Dame in der Anmeldung sagte darauf hin, dass man da schauen müsste, wegen der Sedierung. SEDIERUNG? Was für eine Sedierung? Auch davon wusste ich nichts, bisher hatte es auch niemand für nötig gehalten, mir das mitzuteilen. 

Ich fragte genauer nach ob eine Sedierung denn unbedingt notwendig sei, und das ich davon nicht so begeistert wäre. Mein Pferd ist echt super artig und ich möchte nicht, dass er mit fast 23 für jede Kleinigkeit Sediert wird. Beim Zahnarzt brauchen wir zum Beispiel auch keine Sedierung, er ist immer händelbar und kennt keine Unarten.

Da die Auszubildene auch nicht wusste, ob die Sedierung notwendig sei, wollte sie nochmal nachfragen, die Ärztin war aber gerade in einer Behandlung. Ich bat dann darum, danach nachzufragen und mich bitte vor der Behandlung meines Pferdes zurück zu rufen und mich darüber aufzuklären. "Das sei kein Problem" 

 

Stunden vergingen und ich wartete vergeblich auf einen Rückruf. Mittlerweile war ich schon ziemlich enttäuscht von der Klinik, da von Seiten der Klinik kaum Kommunikation kam- ich musste mir selbst die Informationen einholen, was mit meinem Pferd gemacht wird. - Wenn ich nicht ständig selbst Anrufe, wird mein Pferd ohne Absprache einfach irgendwie Behandelt- den Eindruck machte es zumindest auf mich. Insgesamt habe ich aber auch Fragen zum Pferd vermisst. Ich wurde zwar gefragt, ob bei uns irgendetwas geändert wurde, im Futter oder in der Haltung, das verneinte ich. Dennoch fehlte mir die Frage wie das Pferd gehalten wird, was mit dem Pferd gemacht wird.. es gibt schließlich viele äußerliche Bedingungen die eine Krankheit hervorrufen können... 

 

Stunden später wurde ich das erste Mal von der Klinik angerufen. Die Ärztin teilte mir mit, dass mein Pferd behandelt und transportfertig sei. Ich war stinksauer. Erst der "Abzock-Versuch" mit dem Ultraschall und der zweiten Nacht in der Intensivüberwachung und jetzt das- meine Antwort auf diese Mittelung war die Frage: "Mit oder ohne Sedierung?" Nach etwas drucksen, wurde gesagt sie hätten das ohne Sedierung hinbekommen. Ich legte auf und dachte- wenn das nicht mal gelogen ist... 

 

 

 

 

"..Ein Bild sagt manchmal mehr, als tausende Worte.."

 

 

Dieses Bild fand ich vor, als ich Abends an der Klinik eintraf, um Friso abzuholen. Für mich Aussage genug. Wozu würde man eine Fressbremse drauf machen, wenn das Pferd doch angeblich nicht sediert worden ist.. ? 

Das fragte ich auch in der Anmeldung bei der Abholung. Die Antwort, auf die Frage warum er eine Fressbremse trug war: "einfach so" - auf erneuter Nachfrage: "Weil ich das so wollte" - nach weiterer nachfrage: "damit er nicht so viel doofes frisst"- auf die Frage, was denn doofes in der Box sei (in der Box waren nur Späne und Heu) wusste man dann auch keine Antwort- Für mich war das Antwort genug. 

Bei der Bezahlung bemerkte ich dann noch, dass ich nicht erfreut darüber war, dass ich erst nach der Behandlung angerufen worden bin, obwohl ich vorher extra darum gebeten hatte vor der Behandlung zurück gerufen zu werden, und mir dies auch zugesichert worden ist. 

Daraufhin wurde zickig reagiert. Ich musste mir Fragen anhören wie : "was haben sie denn für ein Problem mit einer Sedierung?" oder "Aber Sie haben jetzt schon verstanden was ihr Pferd hat oder..?" oder "haben sie denn jetzt auch verstanden, wie Sie das behandeln..?"

 

Für mich gibt es einen Unterschied zwischen nicht verstehen und nicht verstehen wollen- ebenso macht in der Regel der Ton die Musik- und dass ich sehr wohl verstanden habe, was die Dame zuvor Diagnostiziert hatte, wussten alle im Raum. Ein sehr unprofessionelles Verhalten. Schade. Ich wollte keine Rechtfertigung hören- ich wollte es eigentlich nur bemerkt haben. Da die Situation für die Klinik inzwischen natürlich äußerst peinlich geworden war, versuchte die Auszubildene die Schuld noch auf sich zu nehmen, dass sie es evtl nicht richtig kommuniziert hätte- Jeder, der zu dem Zeitpunkt in der Anmeldung war spürte, dass es nicht ihre Schuld war. Alles in allem: Superliebe Mädels, aber die Leitung der Klinik absolut unprofessionell. 

Im Abschlussgespräch bat ich noch darum mir die Ergebnisse der Blutwerte mitzugeben. Auch hier stellte man sich stur mit der Aussage: "das würde nicht gehen" Dennoch versprach man mir, mir diese dann im Nachhinein zukommen zu lassen. - Ich habe Sie bis heute nicht. 

Auch dem Befund des Labors musste ich Ende der Woche wieder selbst hinterhertelefonieren- obwohl die Klinik ihn bereits am Abend des 02.01.18 vorliegen hatte. Die Hautprobe war ohne Befund auf Parasiten. 

W i e d e r   z u   H a u s e

Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018

Der Juckreiz, den Friso nun schon seit über einer Woche hatte, blieb. In der Klinik hatte er sich nach der Cortison-Spritze etwas gebessert, aber auch in der Klinik hat Friso sich noch immer wieder gejuckt. 

 

Zurück am Stall wurde es wieder schlimmer. Die ursprüngliche Wunde unter der Schweifrübe war wieder zu, dafür wanderte es aber weiter die Beine herunter. Er bekam auch wieder vermehrt Pusteln, weshalb ich mich dazu entschied, die Innenseite seines linken Hinterbeins nochmal selbst nach zu scheren.  Das ganze Bein war entzündet, das Ödem auch immer noch da und es hatte sich noch mehr Flüssigkeit angesammelt.

 

Langsam glaubte ich nicht mehr an die Diagnose "Schweißekzem" und auch nicht mehr daran, dass die Wunden mit etwas antibiotischer Wundsalbe zurück gehen würden.. Also telefonierte ich nochmal mit meiner Tierarztpraxis und bat darum, sich das noch einmal anzusehen.  

 


Foto: Privat
Foto: Privat

Wunden unmittelbar nach dem Klinikaufenthalt 

Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018

Wundheilung bis zum 19.01.18

Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018

Im Vergleich zum ersten Besuch nach Weihnachten, hatte sich die Symptomatik deutlich verschlechtert, der Tierarzt war sich ziemlich sicher, dass es eine Allergie sein musste, die Frage war nur, wo gegen... Und so einen Allergie- Test auf alles Mögliche- den gibt es leider nicht. Wieder fragte der Tierarzt mich, ob ich irgendetwas geändert hätte, Futter, eine andere Wiese, Stroh, eine neue Decke.. ich verneinte. Bis er mich fragte, ob wir vielleicht eine neue Stroh Lieferung bekommen haben. 

Ich dachte einen Moment nach, und stellte mit erschrecken fest, dass das vom Zeitraum her tatsächlich sein konnte.. 


Noch am selben Abend holte ich das gesamte Stroh aus seiner Box uns streute sie mit Späne ein. Der Tierarzt und ich waren einer Meinung, dass die Wunden und Entzündungen nicht so einfach von etwas einschmieren weg gehen würden und er gab mir noch ein Antibiotikum, damit die Entzündungen im Körper zurück gehen konnten. 

Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018


Doch das Jucken ging weiter... Tag für Tag.. ich war mir bewusst, dass das Antibiotikum ein paar Tage brauchen würde, bis es anschlägt...Aber ich habe mir für Friso gewünscht, dass es sich deutlich schneller verbessern würde.. Inzwischen juckte Friso sich immer mehr wund.. Viel im Gesicht, am Hals und an den Beinen. Nach 6 Tagen Antibiotikum hatte ich das erste Mal den Eindruck, dass es besser werden würde. Da dies aber nur für eine Woche angesetzt war, entschied ich mich in Rücksprache mit dem Tierarzt es noch eine Woche zu füttern. In dieser Woche sind wir nun, und alles hat sich deutlich gebessert. 

Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018

Er steht jetzt seit zwei Wochen auf Späne, die Entzündungen sind zurück gegangen und auch wenn er sich ab und an noch juckt, hat er keine offenen Stellen mehr. Die Krusten, die noch unter dem Fell sind, werden sich mit der Zeit wohl auch noch lösen und ich hoffe, dass wir das mit dem nächsten Fellwechsel dann ganz überstanden haben- ein paar Wochen dauern wird es aber wohl ohnehin noch. 

Im Moment spricht alles dafür, dass es wirklich am Stroh lag- obwohl Friso sein Leben lang auf Stroh steht, scheint er etwas in dieser Lieferung nicht vertragen zu haben- das aber nochmals auszuprobieren möchte ich ihm und mir nicht noch einmal antun. 

Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018

Muskulär hat Friso in den letzten vier Wochen natürlich sehr abgebaut. Es heißt es langsam und Schritt für Schritt wieder anfangen. In etwa einer Woche wird der Gute übrigens 23 ! ( Wer ein gutes Rezept für Pferdeleckerchen zum selber backen hat, darf mir das gerne mal in die Kommentare kopieren) .

Alles in allem bin ich froh, dass wie im Moment auf einem Guten Weg sind. 

 

Rückwirkend muss ich sagen, dass ich wirklich sehr unzufrieden mit der Pferdeklinik Duisburg war uns sie definitiv nicht weiter empfehlen kann. Natürlich bin ich mir darüber bewusst, dass eine Klinik zwischen den Feiertagen nur notbesetzt ist, aber dennoch sollten die Besitzer über Behandlungen informiert werden- wer Zeit für völlig unnötige Behandlungen hat, hat meiner Meinung nach auch auf jeden Fall die Möglichkeit, vernünftig mit den Besitzern zu überlegen, wie man weiter vor geht. Zu der Ödembildung wurde in der Klinik quasi nichts gesagt. Die Symptome haben zwar zur Diagnose (vorerst) gepasst, dennoch wurde uns eine falsche Diagnose gestellt. Hätte ich nicht ständig bei der Klinik angerufen, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich dann fast das Doppelte an Kosten gehabt hätte- ohne meinem Pferd damit geholfen zu haben. 

Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018

Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018
Fotostrecke "PAIN" / 19.01.2018

 

Schlechte Kommunikation und Unprofessionalität sowie leere Versprechungen haben unsere Zeit in dieser Klinik geprägt. 

Aber ich habe eine große Erkenntnis gewonnen: ich weis, in welche Klinik ich nicht mehr fahre. Vieles steht und fällt mit guten Ärzten, aber wenn gerade die es sind, die sich dermaßen unprofessionell verhalten, kann diese Klinik meiner Meinung nach nicht funktionieren. 

Nichts, desto Trotz bin ich froh, dass es Friso wieder gut geht und wir das erlebte vergessen können. 

 

Die Sache mit der Sedierung, die es nach wie vor nicht gegeben haben soll, lässt mich aber nicht kalt. Ich bin davon überzeugt, dass mein Pferd ohne mein Einverständnis sediert worden ist- und wenn es nur eine leichte Sedierung war (Keine Ahnung) aber sowas geht absolut gar nicht! 

 

 

 

Ich finde diese Fotoaufnahmen besonders, sie verleihen nochmal einen ganz anderen Einblick in die Fotografie, die Bilder erzählen eine Geschichte! - Die übrigens ausführlicher geworden ist, als ich Anfangs dachte! 

 

Über Instagram wurde ich ebenfalls gefragt, ob ich Bilder von dem Verletzungsmuster schicken könnte, da das Interesse an der Allergischen Reaktion doch ziemlich groß zu sein schien, habe ich mich dazu entschieden, diese Fotostrecke ins Leben zu rufen. 

 

Gerne dürft ihr mir Kommentare schreiben, oder die Strecke mit euren Freunden teilen, denn ich denke: Geschichten sind da, um erzählt zu werden. 

 

Lieben Gruß,

Friso & Angelina

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Kommentare: 1
  • #1

    Betty Merkel (Sonntag, 21 Januar 2018 09:33)

    Vielen vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag! Ich bin sehr sehr entsetzt über die Klinik und finde das sowas überhaupt nicht geht! Sehr schade. Aber mich freut es sehr das ihr auf dem Weg der Besserung seid!!

Fotos: Gesicht, Gesicht, Pferd auf Späne, Ödem/Bauchbereich /Fotos: Privat